Ostringer Ceridentum

Das Ostringer Ceridentum ist eigentlich eine Abart des Lyrisch-Friedländischen Ceridentums, welches auch sehr viele Gemeinsamkeiten damit hat, inklusive sämtliche heilige Schriften. Allerdings ist die Ostringer Auslegung öfters ganz anders.

Schöpfungeschichte

Die Schöpfungsgeschichte schreibt:

  • 10 So also bestimmte Er wo oben und unten sei und alle Himmelsrichtungen, Und setzte nach unten ein riesiges Meer, in das Er hinabstieg.
  • 11 Als Er befand, es sei tief genug machte Er halt und schuf einen Boden. Dies ist der Grund der Welt. Auf diesen Boden streckte der Eyne seine Hand aus und wirbelte Staub auf.
  • 12 Da stieg der Staub auf an die Oberfläche, und wie er dort war so gerann er. Dies ist das Land, dies sind die Berge und Täler und Auen.

Man stellt ausserdem fest, dass nirgendwo erwähnt wird dass der Eyne aus dem Meer wieder heraufsteigt, und schliesst daraus dass das Land offenbar auf dem Meer schwimmt, vorallem aber dass der Eyne tatsächlich da unten ist. Der Eyne Weilet unter uns verstehen die Ostringer Ceriden durchaus wörtlich, und es ist Sitte dazu nach unten zu schauen. Die Antwort dazu lautet im Ostringer Dialekt natürlich „Zu allen Glasen“.

Durch die enge Verbundenheit der Ostringer mit dem Meer gewinnt der Eyne dadurch umso mehr Bedeutung. Denn Er ist der einzige und wahre Gott der Ceridischen Seefahrt.

Symbolik

Während generell alle Lyrisch-Friedländischen ceridischen Symbole bekannt und verwendet werden, so hat sich in den letzten Jahrzehnten vorallem das zu einem Auge im Anker abgewandelte Augenkreuz durchgesetzt.

Orden

Die Lyrisch-Friedländischen ceridischen Orden werden in Ostringen respektiert, haben aber nur sehr geringen Einfluss. Der Einflussreichste Orden ist eigentlich die Ostringer Hafenmission, welche sich durch Volksnähe und Barmherzigkeit bei vielen Fischern, Seefahrern und auch anderen Einwohnern Ostringens einen guten Ruf geschaffen hat.

Manifeste

Für die Ostringer gelten prinzipiell dieselben 7 Manifeste; allerdings haben diese durch die Übersetzung ins Ostringische im Jahre 64 n.H.E. (nachdem man festgestellt hatte dass die meisten Ostringer diese offenbar nicht verstünden) teilweise eine etwas andere Bedeutung bekommen; namentlich wird das vierte Manifest so verstanden dass der Glaube an den Eynen ein Vorteil ist, den man dem Feind besser nicht ebenfalls geben soll. Das dritte Manifest hat etwas an Bissigkeit verloren, und so können die meisten Ostringer problemlos mit merkwürdigen Fremdrassen umgehen, und auch Magie wird öfters als harmlos angeschaut, solange gerade niemand behauptet es handle sich dabei um Hexenwerk und Zauberei.

Die 7 Manifeste in Ostringisch

  1. Du sollt dim Gott keen Namen geben, denn er ist der oinzige und wahre Gott der ceridischen Sejfahrt
  2. Unterscheide wohl Brise von Flaute auf dass du Untiefen und Klippen sicher umschiffst
  3. Wahrschau auf Hexenwerke und Zauberei, denn dat Sört die Gezeiten und ist dat Werk vom Bozi
  4. Hilf den Lüüt den Luv-Vorteil des Glaubens zu erkennen, auf dass sie den Heiden die Volle Breitseite ins Heck schiessen können.
  5. Der Kapitän soll sin Lüüt schützen wie er vom Eynen beschützt wird.
  6. Folg dinen Oblüüt wie du dem Eynen gehorchst, denn Er ist der Kapitein der Kapiteine.
  7. Guck dass der Eyne dich mag, denn Er entscheidet zwischen Rumausgabe und Auspeitschen.

Heilige

Da wäre einmal die St. Fridegurd, Mitbegründerin des Klosters von Askenhagen und Schutzpatronin der Seefahrer. Die hl. Fridegurd wurde im Jahre 900 in Ostringen geboren und starb 994, sie ist im St. Fridegurdsdom in Ostringen beigesetzt.

Die Seite Heilige im Ceridonsmond [OFFLINE] schreibt dazu:

Die hl. Fridegurd wurde im Jahre 900 in Ostringen geboren. Schon in frühester Jugend trat sie in den Orden der hl. Lucretia ein, da sie ihr Leben, und ihre Stimme, mit welcher sie gar wunderbar sang, ganz dem Eynem widmen wollte. So zog sie denn weit von ihrer Heimatstadt fort in den Norden Lyriens und gründete dort mit weiteren gläubigen Schwestern in Avarien, bei dem Orte Askenhagens, das Kloster, das den Namen der Kunstvollen selbst trägt. Als demütigste aller Klosterschwestern dort erwählte man sie bereits mit 27 Jahren zur Äbtissin, deren Amt sie bis zu ihrem Ableben bekleidete. Sie war weise und stets fromm, und stellte während der großen Blatternseuche im Jahre 975 sogar das gesamte Kloster als Lazarett zur Verfügung. Als sie aber einige Jahre später wieder einmal ihre Heimatstadt besuchte, war es seit mehreren Tagen bereits zu einem großen Sturm gekommen, der alle Schiffe auf See und im Hafen zu versenken drohte. Da dieses aber nur durch die Mächte der Finsternis zu Stande gekommen sein konnte, ging sie ganz alleine an die Küste und erhob ihre Stimme in Gesang und Gebet zum Eynen. Auf diese Weise gelang es ihr den Sturm im Namen des Eynen zu besänftigen und so die Leben unzähliger Menschen zu erretten. Sie selbst hat diese Tat dennoch niemals auf sich genommen, da sie stets zurückhaltend und fromm war, und nur durch die Aussage von etlichen Seeleuten und Bewohnern Ostringens konnte diese hochlöbliche Tat erhalten. Im hohen Alter von 94 Jahren starb die heilige Fridegurd, nicht ohne das Kommen von dunklen Mächten
vorherzusehen. Obwohl sie keine der Propheten war, erwähnte sie doch auf dem Sterbebett noch die schweren Prüfungen, welchen die Ceridenheit in naher Zukunft ausgesetzt sein würde, und den finsteren Mächten der Käfige leichtfertig aufgesperrt werden sollten. 995 wurde sie selig, zwei Jahre später durch den Patriarchen Ilmarius VII letztlich auch heilig gesprochen. Im St. Fridegurdsdom in Ostringen ist sie beigesetzt und ihre Reliquien dürfen auf keinem großen Schiffe fehlen. War es bei Sturm auf See früher lediglich der Name des Eynen, den die Seeleute in tiefster Not anriefen, so hört man in den heutigen Tagen immer häufiger den Namen der heiligen Fridegurd, wurde diese doch vom Prätorium Hilarii, offiziell zu der Schutzpatronin der ceridischen Seefahrt auf den Meeren ernannt.

Der Heilige Heintje wird öfters von Müttern verehrt deren Söhne auf See sind und heil zurückkommen mögen.

Gebräuche

Ein wichtiger Ostringer Brauch ist das Spenden von Schiffsmodellen an die Kirche, nach einer Errettung aus Seenot. Diese werden dann im Kirchenschiff aufgehängt.

Mystik

Immer wieder berichten ostringische Fischer und Seefahrer von Begegnungen mit dem Eynen, der Ihnen auf See „mit väterlicher Stimme“ und „im Ostringer Dialekt“ in der Stunde der höchsten Not oder Bedrängnis einen guten Rat erteilt habe. Sämtliche derartige Berichte konnten bisher von der Kirche nicht bestätigt werden und wurden nicht anerkannt.